Stausee Bautzen - Anglerverein Bernsdorf e.V.

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Fischereipachtverträge Talsperre Bautzen und Vorsperre Bautzen gesichert – Gewässernummer D 01-101 und D 01-102

Der Fischereipachtvertrag für die Talsperre Bautzen konnte nach mehr als zwei Jahren intensiver Verhandlungen mit dem Freistaat Sachsen für weitere 12 Jahre durch uns gesichert werden. Der Hegeplan wurde durch die zuständigen Behörden nun genehmigt. Somit besteht ein rechtsgültiger Vertrag. Das Angeln durch unsere Mitglieder ist weiterhin gesichert.

An der Vorsperre Bautzen ändert sich nichts.

Bei der Talsperre Bautzen (Hauptsperre) bleiben alle bestehenden Schutzgebiete und Sperrzonen bestehen. Schwerpunkt der Bewirtschaftung ist die Entnahme von Weißfischen und die Etablierung eines hohen Raubfischbestandes mit einem angestrebten Biomasseanteil von 25-30 %. Es ist ein adaptives Management vereinbart, wobei sich Bewirtschaftungs- und Beangelungsregelungen auch innerhalb des Pachtzeitraumes ändern können.

Folgende Bewirtschaftungs- und Beangelungsregelungen gelten mit dem neuen Vertrag ab sofort:
1. Je Angeltag dürfen maximal 2 Hechte oder 2 Zander entnommen werden.
2. Raubfischangeln mit totem Köderfisch bzw. Teilen davon ist verboten, die Benutzung der Spinnangeln mit Kunstködern ist erlaubt, außer im Zeitraum vom 01.01.-31.05. eines jeden Jahres.
3. Es gilt ein Entnahmeverbot für Hecht und Zander vom 01.01. -31.05. eines jeden Jahres.
4. Es gilt ein Angelverbot für Raubfische, sobald der Stauinhalt (Beckeninhalt) 13,310 Mio. m³ unterschreitet (das entspricht einem Beckenwasserstand von 162,00 m ü NN). Der Stauinhalt ist auf folgender Website veröffentlicht:
5. Das Mindestmaß für die Fischarten Hecht und Zander beträgt 60 cm.
6. Für die Anglergemeinschaft gilt eine Mitnahmepflicht sowie ein Verwertungsgebot für die Fischarten Blei und Güster.
7. Der Rekrutierungserfolg vom Hecht ist besonders durch Verluste von Laich-/ sowie Rückzugshabitaten infolge von starken Stauspiegelschwankungen betroffen. Darum wird der Hechtbestand bei ausbleibender Rekrutierung, durch Besatz mit mindestens einsömmerigen Individuen gestützt.
8. Auf einen Besatz mit Zander (Z1) wird nur bei Ausfall der natürlichen Rekrutierung zurückgegriffen.
9. Die jährliche Entnahme von mindestens drei bis sechs Tonnen großer Blei (Abramis brama) bzw. Güster (Blicca bjoerkna) ist durch berufsfischereiliche Methoden zu realisieren. Dies ist eine zwingende Pflicht, die der Verpächter von unserem Anglerverband fordert. Dafür werden wir die AVD Angel-Service GmbH beauftragen.
10. Ein regelmäßiges fischereiliches Monitoring ist alle drei bis vier Jahre vorgesehen, um Daten zur Struktur, Größe und Entwicklung der Fischgemeinschaft bereitstellen zu können. Die Beauftragung und Bezahlung erfolgt durch die Landestalsperrenverwaltung. Der Hegeplan soll stets an die aktuellen Erkenntnisse der Fischbestandsuntersuchung angepasst werden (adaptives Management).
Ab Ostern finden an der Talsperre Bautzen bereits die ersten beauftragten Befischungen der AVD Angel-Service GmbH zur Entnahme von Blei und Güstern sowie zur Kontrolle des Fischbestandes statt.

Die aktuellen Beangelungsregelungen werden im Angelatlas Sachsen unter www.angelatlas-sachsen.de kurzfristig integriert. Über geplante Befischungen mittels berufsfischereilicher Methoden berichten wir in der Regel kurzfristig und ausschließlich auf unserer Website. Es ist ein großer Artikel in der Zeitschrift Fischer und Angler in der nächsten Ausgabe vorgesehen. Auch an der geplanten Informationsveranstaltung für unsere Mitgliedsvereine über den neuen Vertrag und Hintergründe zu den Regelungen halten wir fest, sobald es wieder möglich ist Präsenzveranstaltungen durchzuführen. Der AVE wird einen Antrag an die Landestalsperrenverwaltung stellen, um die Verbands-Bootsrampe zu verlängern. Dies wird aber erst möglich sein, wenn der Wasserstand es zulässt.
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